Schufa Auskunft kostenlos - Tipps und WegeDie Schufa ist, neben Google, eine der größten Datensammelstellen in Deutschland. Laut eigener Aussage speichert die Schufa zurzeit 554 Millionen Informationen zu 66,2 Millionen Privatpersonen. Gesammelt werden allerdings nur die Daten, die im Zusammenhang mit der Kreditwürdigkeit einer Person stehen. Diese sind allerdings weitreichend. Hier finden Sie Tipps & Informationen für eine kostenlose Schufa Selbstauskunft.  Neben dem Zahlungsverhalten bei Darlehen, der Kontoführung und Kreditanfragen werden inzwischen auch Handyverträge gespeichert oder Einkäufe bei Onlinehändlern. Wie nicht anders zu erwarten, kommt es bei einer solchen Masse an Datensammlung auch zu Fehleinträgen. Neben falschen Einträgen wird aber auch die Löschung berechtigter Einträge nicht immer fristgerecht, drei Jahre nach Eintrag, vorgenommen. Leidtragende sind die Verbraucher, wenn es zu einer Schufa-Anfrage kommt.

Prüfung mittels Schufa-Selbstauskunft

Um den Fallstrick einer vermeintlich schwachen Bonität zu vermeiden, steht den Verbrauchern jedoch eine Möglichkeit offen, die kostenlose Schufa-Selbstauskunft. Der Paragraf 34 des Datenschutzgesetzes hat diese Option geschaffen. Paragraf 34, Absatz 8 regelt, dass einer Person, über die geschäftsmäßig Daten zur Weitergabe gespeichert wurden, einmal jährlich bei Anfrage kostenlos Auskunft über die Einträge gegeben werden muss. Die Auskunft muss schriftlich erfolgen. Dies betrifft nicht nur die Schufa, sondern alle Stellen, welche vor diesem Hintergrund Daten über Dritte sammeln und gewerblich weitergeben, beispielsweise Bürgel oder Creditreform. Bei der Wahl der Auskunft haben Verbraucher jedoch unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Die kostenlose Schufa-Selbstauskunft bietet eine papierhafte Datenübersicht und ist, wie bereits erwähnt, einmal jährlich kostenfrei erhältlich.

 

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Kostenpflichtige Auskünfte sind umfangreicher

Alternativ können Verbraucher auch auf die Onlineauskunft zurückgreifen. Diese ist kostenpflichtig und schlägt mit einer einmaligen Gebühr von 18,90 Euro zu Buche. Die Leistungen sind jedoch zwangsläufig umfangreicher als bei der kostenlosen Selbstauskunft. Die Daten werden online zur Verfügung gestellt und können jederzeit auch mobil abgerufen werden. Neben den individuellen Informationen zu den Speicherfristen wird auch ein tagesaktueller Stand angeboten, der Abruf der Daten ist unbegrenzt möglich. Als dritter Weg bietet sich das Bestellformular zur Schufa-Bonitätsauskunft an. Die Auswertungen sind mit 24,95 Euro ebenfalls kostenpflichtig, aber wiederum umfangreicher als die Online-Auskunft. Der Antragsteller erhält auf der Grundlage dieses Formulars zwei getrennte Informationen. Zum einen die gewünschten Daten aller über ihn gespeicherter Informationen. Zum anderen werden aber auch Daten für Dritte bereitgestellt, die allerdings nicht alle Informationen enthalten. Für die Antragstellung kann das Dokument aus dem Internet heruntergeladen werden. Die Einsendung an die Schufa erfolgt postalisch, zur Identifikation ist es notwendig, dass der Anfragende eine Kopie seines Personalausweises beifügt.

Keine Angst vor sauberer Schufa

Es ist im Interesse eines jeden potenziellen Kreditnehmers oder Bankkunden, dass seine Schufa-Einträge aktuell und richtig sind. Immerhin berechnen die meisten Banken die Zinssätze für Darlehen auch auf der Grundlage des Schufa-Scorings, welches sich wiederum aus den hinterlegten Daten ergibt. Nichts wäre ärgerlicher, als für einen Kredit zu hohe Zinsen zu zahlen, weil bei der Schufa falsche oder nicht mehr aktuelle Einträge hinterlegt sind. Die Nutzung der gesetzlich vorgeschriebenen kostenlosen Selbstauskunft spart am Ende, wenn die Daten aktualisiert werden mussten, bares Geld. Es sind aber nicht nur die Banken, welche bei einer Kreditvergabe auf die Schufa-Auskunft zugreifen. Wer nach monatelanger Suche endlich seine Traumwohnung gefunden hat, diese aber aufgrund einer nicht validen Schufa-Auskunft nicht bekommt, wird sich ebenfalls ärgern. Für Selbstständige ist es mindestens genauso wichtig, dass keine Fehlinformationen über sie gespeichert wurden. Der Gedanke, dass potenzielle Kunden aufgrund einer unrichtigen Schufa-Auskunft vor einer Geschäftsverbindung zurückschrecken, sollte Motivation genug sein, die Daten mindestens einmal jährlich auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Für Selbstständige empfiehlt sich eigentlich sogar die Onlineauskunft, um jederzeit auf den aktuellen Stand zurückgreifen zu können. Die Schufa speichert aber nicht nur die negativen Kriterien. Geht aus den Unterlagen hervor, dass Zahlungsverpflichtungen immer regelmäßig nachgekommen wurde, stärkt dies natürlich die Position im Vergleich zu beispielsweise anderen Interessenten an einer Wohnung.

Aktuelle Daten vermeiden negative Folgen

Es ist eindeutig und ersichtlich, dass es aus den vielfältigsten Gründen sinnvoll ist, von der Rechtsgrundlage des § 34 Bundesdatenschutzgesetz Gebrauch zu machen. Unabhängig davon, ob ein Mietvertrag geschlossen werden soll, die Finanzierung eines Autos ansteht, oder der Traum vom Eigenheim verwirklicht werden soll. Eine Schufa-Auskunft mit falschen Daten, die einen negativen Eindruck von der betreffenden Person vermitteln, schaden letztendlich dem Verbraucher selbst. Es liegt aber nicht nur an der Schufa selbst, wenn unrichtige Daten gespeichert werden. Meldet ein Unternehmen einen Kunden an die Schufa, weil dieser vorgeblich eine Rechnung schuldig blieb, dies aber nicht korrekt war und entstehen diesem Kunden aufgrund des falschen Eintrages Nachteile, so besteht ein Schadensersatzanspruch gegen das meldende Unternehmen. Auch vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, sich einmal jährlich eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft zukommen zu lassen. Kein Verbraucher weiß, wer welche Informationen über ihn weitergeleitet hat. Eine falsche Eingabe eines Bankmitarbeiters, wenn ein Kunde lediglich eine Kondition abfragen möchte, kann ebenfalls dazu führen, dass diese Konditionenabfrage letztlich als nicht-genehmigter Kredit abgespeichert wird und zu einer Verschlechterung des Scorings führt. Den Verbrauchern wurde durch den § 34 BDSG der Rücken gestärkt, es liegt jetzt an jedem Einzelnen, von seinem Recht Gebrauch zu machen.     Ähnliche Seiten Informationen zum Ratenkredit Tipps zum Kredit für Selbständige