Im Finanzierungsbereich wird dann von einer Umschuldung gesprochen, wenn bestehende Darlehensverpflichtungen verändert werden. Das kann das Auflösen von bisher genutzten Krediten und der Neuabschluss eines anderen Darlehens sein, die Verlängerung eines Kredites oder auch die Umschichtung der Schulden. Die Umschuldung gibt es im privaten Bereich vor allem in drei Varianten, nämlich das Zusammenfassen von mehreren Krediten zu einem Darlehen, das Umschulden des Dispositionskredite in einen Ratenkredit und die Verlängerung eines Immobilienkredites.

 

Die Umschuldung vom Dispokredit in den Ratenkredit

Eine der wirtschaftlich sinnvollsten Umschuldungen nehmen nach wie vor viel zu wenige Kunden vor, nämlich die Umschuldung des Dispositionskredites in einen Ratenkredit/Konsumentenkredit. Viele Verbraucher nutzen ihre Kreditlinie auf dem Girokonto (Dispokredit) über Jahre hinweg aus, und zahlen dafür einen Zinssatz von teilweise bis zu 13 Prozent. Dabei wäre es viel sinnvoller, eine Umschuldung in den deutlich günstigeren Ratenkredit vorzunehmen, der schon ab fünf Prozent erhältlich ist. Zudem würden die Schulden beim Ratenkredit nach und nach abgebaut. Diese Umschuldung funktioniert in der Praxis sogar sehr einfach, denn Sie müssen nur einen Ratenkredit aufnehmen und mit dem Darlehnsbetrag dann ihr Girokonto ausgleichen.

 

Umschuldung im Raten- und Immobilienkreditbereich

Im Ratenkreditbereich wird die Umschuldung meistens genutzt, um viele kleinere Krediten und vor allem Ratenzahlungsvereinbarungen zu einem großen Kredit zusammenzufassen. Der Grund ist hier hauptsächlich die dann bessere Übersicht. Denn es ist natürlich deutlich einfacher, wenn Sie eine Kreditrate im Monat überblicken müssen, als wenn es sich um fünf verschiedene Raten an fünf unterschiedliche Empfänger handelt. Auch im Immobilienkreditbereich kommt eine Umschuldung häufiger vor. Dann geht es entweder um die Verlängerung eines abgelaufenen Darlehens oder um eine vorzeitige Umverteilung der Darlehensverbindlichkeiten.